Forschungspreis
Die DGMW vergibt den Forschungspreis alle zwei Jahre in Kooperation mit Evangelische Mission Weltweit (EMW) und der Steyler Mission (SVD). Der Preis ist dotiert mit 5.000 Euro.
Gewürdigt werden Arbeiten, die das Fach Interkulturelle Theologie weiterdenken. Der Preis wendet sich an solche Forschungsarbeiten, die in einer einschlägig publizierten Dissertationsschrift münden.
Berücksichtigt werden ausschließlich Arbeiten aus dem deutschsprachigen Raum. Das schließt jedoch ausdrücklich die Qualifizierungsarbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus Afrika, Asien, Ozeanien oder Lateinamerika ein, die an einer deutschsprachigen Hochschule oder mittels einer Kooperation mit einer deutschsprachigen Hochschule promoviert wurden.
Zum dritten Mal vergibt die Deutsche Gesellschaft für Missionswissenschaft (DGMW) im Jahr 2026 den „Forschungspreis Interkulturelle Theologie“.
Mit dem Preis wird die besondere Bedeutung des Faches Interkulturelle Theologie (IKT) gewürdigt in seiner Funktion, Missionswissenschaft epistemologisch und methodisch weiterzudenken. Damit erweist sich die Interkulturelle Theologie im Rahmen der akademischen Theologie als zukunftsweisend. Zudem wird ihre Relevanz für gegenwärtige
gesellschaftliche Diskurse gewürdigt.
Der Preis wird alle zwei Jahre von der DGMW in Kooperation mit den Förderern der Evangelischen Mission Weltweit (EMW) und der Steyler Mission (SVD) für herausragende Forschungen im Bereich Interkulturelle Theologie vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert.
Der Preis dient speziell der Auszeichnung von Forschungsarbeiten, die in einer facheinschlägig publizierten Dissertationsschrift auf dem Gebiet der Interkulturellen Theologie resultieren (Erscheinungsjahr ab 2022). Die Ausschreibung richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Promotion an einer akademischen Einrichtung im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich) erfolgreich abgeschlossen haben. Sie schließt aber auch ausdrücklich Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen aus Afrika, Asien, Ozeanien oder Lateinamerika ein, die an deutschsprachigen Hochschulen oder mittels personeller bzw. institutioneller Kooperation ihrer Hochschule mit einer deutschsprachigen Hochschule
promoviert wurden.
Berücksichtigt werden Arbeiten aus der ganzen disziplinären Breite des Faches IKT, sofern es Themen des Christentums als einer globalen Religion interdisziplinär bzw. multiperspektivisch behandelt unter Berücksichtigung von interkulturellen, interreligiösen und multipolaren gesellschaftlichen Bezügen.
Die Jury setzt sich aus Mitgliedern der DGMW sowie assoziierten Gutachterinnen und Gutachtern zusammen. Die feierliche Verleihung des Preises findet im Rahmen der Jahrestagung der DGMW im Oktober 2026 statt.
Die Bewerbung ist in digitaler Form als PDF bis zum 01. März 2026 per E-Mail einzureichen an „DGMW-Forschungspreis Interkulturelle Theologie“, forschungspreis@dgmw.org.
Einzusenden sind:
1. Zusammenfassung der Arbeit (max. 2000 Wörter)
2. Curriculum vitae
3. Promotionsurkunde oder -bestätigung als Nachweis des Abschlusses und der Note
4. ausgefülltes Formular zur Bewerbung
5. PDF der publizierten Arbeit
Es können nur vollständig eingereichte Bewerbungen berücksichtigt werden.
Forschungspreis 2022
Die erste Verleihung des Forschungspreises erfolgte am 06. Oktober 2022 im Rahmen der Jahrestagung der DGMW in Wittenberg. Geehrt wurde der in Goma / Demokratische Republik Kongo lehrende baptistische Theologe Dr. Eraston Kambale Kighoma. Seine Studie mit dem Titel »Church and Mission in the Context of War: A Descriptive Missiological Study of the Response of the Baptist Church in Central Africa (CBCA) to the War in Eastern Congo between 1990 and 2011« wurde aus den 39 aus aller Welt eingereichten wissenschaftlichen Fachpublikationen für die Auszeichnung ausgewählt. In der Begründung der achtköpfigen Jury heißt es: »Diese Studie wirft ein neues Licht auf bestehende Theorien zu Mission, während sie gleichzeitig spezifische Einsichten in die missionarische Aufgabe der Kirche im Kontext von Konflikten bietet. Sie stellt eine exzellente Ergänzung zu bestehenden missionswissenschaftlichen Studien für Forschung und Praxis dar.« In einem festlichen Akt wurde der Preis am Abend des 06. Oktobers vergeben und mit einer Laudatio von Prof. Richard Friedli, Fribourg, gewürdigt. Im Folgenden dokumentieren wir hier die Laudatio sowie die Response von Eraston Kighoma.
Dr. Stefan Jäger (Wuppertal) – Prof. Dr. Moritz Fischer (Hermannsburg)
(zuständig für die Initiierung und Preisvergabe)
