DGMW-Jahrestagung „Restitution Matters“: Museale Kulturgüter in dekolonialer Perspektive als Aufgabe für Missionswissenschaft und Kulturpolitik, Evangelische Akademie Loccum, 10.-12. Oktober 2024

Tagungsthema

Die Debatten um Restitution – die Rückgabe geraubter Kulturgüter an ihre Herkunftsgesellschaften – nehmen Fahrt auf. Museen, Missionswerke und andere Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, die koloniale Vergangenheit ihrer Sammlungen aufzuarbeiten.

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Missionswissenschaft greift diese brisanten Fragen auf: Wie können Objekte aus kolonialen Kontexten zu „entangled objects“ werden – zu Medien des interkulturellen Dialogs über ihr Erbe? Wie lässt sich ihre verflochtene Geschichte dekolonisieren und den Herkunftsgesellschaften perspektivisch Kuratierung und Eigentum zurückgeben?

Zu dieser Tagung sind alle eingeladen, die sich für einen respektvollen Umgang mit sensiblen Sammlungsgütern und postkoloniale Kunstvermittlung einsetzen: MuseumsmitarbeiterInnen, KunstvermittlerInnen, Kulturschaffende und interessierte BürgerInnen. Diskutieren Sie mit, wie wir das schwierige Erbe bewahren und zugleich dekolonisieren können!

Im Rahmen der Veranstaltung verleiht die DGMW zum zweiten Mal ihren Forschungspreis für Interkulturelle Theologie. In Forschungspanels stellt das Netzwerk Interkulturelle Theologie (NIT) innovative Projekte vor.

Tagungsgebühr

200,- € für Übernachtung, Verpflegung, Kostenbeitrag; für Schüler/innen, Auszubildende, Studierende bis 35 Jahre, Freiwilligendienstleistende sowie Arbeitslose Ermäßigung nur gegen Bescheinigung auf 100,- €.

Anmeldung

Auf der Homepage der Evangelischen Akademie Loccum unter www.loccum.de. Sollten Sie Ihre Anmeldung nicht aufrechterhalten können, teilen Sie uns das bitte umgehend mit. Bei einer Absage nach dem 03.10.2024 müssen wir 25% der Tagungsgebühr in Rechnung stellen.

Kontakt

SEKRETARIAT: Birgit Wolter Tel. 05766 / 81-1 15
Birgit.Wolter@evlka.de

TAGUNGSLEITUNG:
Academie Loccum: Dr. Albert Drews Tel. 05766 / 81-1 06
Albert.Drews@evlka.de
DGMW: Prof. Dr. Moritz Fischer
m.fischer@fh-hermannsburg.de

 

Aktuelles

  • Im Seminar für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie der Evangelisch-Theologischen Fakultät (Fachbereichs 1) der Universität Münster ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (E 13 TV-L) zu besetzen. Angeboten wird eine für 3 Jahre befristete Vollzeitstelle. Die Lehrverpflichtung beträgt bei Vollzeit 4 SWS.

  • Am Dienstag, den 20. Januar 2026, um 18 Uhr c.t. werden Prof. Dr. Claudia Jahnel vom Institut für Interkulturelle Theologie und Religionswissenschaft, Prof. Dr. Felix Roleder vom Institut für Praktische Theologie und Prof. Dr. Eckart David Schmidt vom Institut für Neues Testament ihre Antrittsvorlesungen halten. Das gemeinsame Thema der Vorträge der drei Professor*innen lautet „Theologie und Konflikt“. Die Veranstaltung wird in der Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg, Flügelbau Ost, R. 221 stattfinden.

  • Die Evangelische Mission Weltweit e.V. (EMW) mit Sitz in Hamburg ist eine Gemeinschaft von evangelischen Kirchen, Werken und Verbänden in Mission und Ökumene. Neun Missionswerke, fünf Freikirchen, fünf Verbände und die Evangelische Kirche in Deutschland bilden den Dachverband der evangelischen Missionswerke. Gleichzeitig agiert die EMW als Fachverband für ökumenische Weltmission und Missionstheologie für Mitglieder und assoziierte Organisa​tionen. Für die Nachfolge des ausscheidenden Direktors suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine engagierte und profilierte Persönlich​keit und Theolog*in als:

  • Qualifications and Special Requirements: • Post Graduate (minimum Master Degree, preferably Doctorate) in theology, missiology. • Proven experience or expertise in education. • Solid knowledge of ecumenical missiology • In depth knowledge of theological issues relating to missiology and its impact on the life of the churches. • A strong track record of academic publishing, evidenced by books and articles commensurate with the experience of the applicant. • Good command of written and spoken English. Knowledge of other languages (French, German, and Spanish) is an asset. • Experience in working sensitively in multi-cultural and ecumenical settings.

  • Post- und dekoloniale Diskurse prägen in jüngster Zeit zunehmend die Bemühungen um interkulturelle Verständigung. Kommunikations- und Wissenskonflikte lassen sich aber nicht nur entlang von Religionsgrenzen beobachten, sondern zunehmend auch innerhalb der ökumenischen Bewegung selbst. Nicht nur Machtansprüche oder Ideologien stehen sich gegenüber, sondern auch Wissensbestände und Theorien, kulturelle „Traditionen“ und religiöse Überzeugungen.